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Großrückerswalde

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Die Untere Forstbehörde informiert zum Thema Verbrennen von Schlagreisig im Wald

Bei dem bei Holzerntemaßnahmen im Wald anfallenden „Schlagreisig“ (Rindenmaterial, Restholz, Äste, Wipfelstücke und dgl.) handelt es sich um „pflanzliche Abfälle, die auf forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken“ anfallen. Die Entsorgung des anfallenden Schlagreisigs unterliegt damit den Bestimmungen der Pflanzenabfallverordnung (PflanzAbfV) vom 25. September 1994 (SächsGVBl. S. 1577). Die Beseitigung dieser Abfälle hat deshalb grundsätzlich durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen oder Kompostieren zu erfolgen. Durch eine vorherige mechanische Behandlung, wie beispielsweise Häckseln oder Schreddern, kann das Schlagreisig dafür aufbereitet (zerkleinert) werden. Die Beseitigung darf zudem nur auf dem Grundstück, auf dem das Material anfiel oder auf einem andern, dem Waldbesitzer zur Verfügung stehenden Grundstück erfolgen (§ 2 PflanzAbV). Dies gilt auch für die Entsorgung von „Baumverschnitt“ (z. B. bei vorgenommener Aufastung von Zukunftsbäumen) auf den im Eigentum des Waldbesitzers stehenden Waldgrundstücken.
Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle auf forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken gehört demnach nicht zu den regelmäßig erlaubten Handlungen, sondern stellt einen Ausnahmetatbestand zu § 2 Pflanz-AbfV dar.
In „normalen“ Zeiten besteht in der Regel auch keine forstsanitäre Notwendigkeit, das bei Holzerntemaßnahmen im Wald anfallende Schlagreisig durch Verbrennen zu beseitigen. Denn es ist zu dieser Zeit weder mit schädlichen Forstinsekten (v. a. Borkenkäfer) befallen, die sich in Massenvermehrung befinden, noch ist eine Verbrennung des befallenen Rindenmaterials und dgl. zur Verhinderung der Ausbreitung dieser Forstschädlinge und damit zur Abwendung eines unmittelbar drohenden Käferbefalles für den übrigen Wald notwendig. Zudem erreicht die zur Verbrennung vorgesehene Reisigmenge in der Regel nicht die Dimension, dass deren anderweitige Beseitigung für den Waldbesitzer unzumutbar wäre.
Anders ist die Situation zu beurteilen, wenn durch hohe Temperaturen und (extrem) lange Trockenheit begünstigt, eine Massenvermehrung schädlicher Forstinsekten (vor allem der Fichtenborkenkäfer, insbesondere Buchdrucker und Kupferstecher) stattfindet, in deren Folge ein verstärktes Absterben von Fichten zu beobachten ist und die Gefahr besteht, dass sich ein ungehemmter weiterer Borkenkäferbefall zu einer Kalamität ausweitet und schließlich zur Vernichtung des Waldbestandes und damit zu einem Totalverlust für den Waldbesitzer und angrenzender Waldeigentümer führen kann.
Denn gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 5 des Sächsischen Waldgesetzes (SächsWaldG) besteht für jeden Waldbesitzer die Verpflichtung, tierische und pflanzliche Forstschädlinge rechtzeitig und ausreichend nach pflanzenschutzrechtlichen Vorschriften zu bekämpfen. Zur Bekämpfung der Fichtenborkenkäfer gehört neben der sofortigen und umfassenden Beseitigung aller befallenen Bäume (Fällung und Entfernung der Käferbäume aus dem Wald) als alternative, forstfachlich anerkannte, effektive und ökologisch unbedenkliche Maßnahme auch das Verbrennen von mit Fichtenborkenkäfern befallenen Rindenmaterials, Restholz, Äste, Wipfelstücke usw., um einer (weiteren) Massenvermehrung Brutraum und Käferpotential zu entziehen.
Da die Regelung des Sächsischen Waldgesetzes (als „lex spezialis“) den Bestimmungen der Pflanzenabfallverordnung („lex generalis“) vorgeht, bedarf es demnach dazu keiner Einzelausnahmegenehmigung nach der Sächsischen Pflanzenabfallverordnung durch die zuständige untere Abfallbehörde (Umweltamt) des jeweiligen Stadt- bzw. Landkreises (§ 5 Abs. 2 PflanzAbfV).

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