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Weihnachtsausstellung in Mauersberg

Figuren erzählen von Weihnachten im Erzgebirge

 

Mauersberg - Die diesjährige Weihnachtsschau im Mauersberger-Museum in Mauersberg zeigt Gegenstände, die den Erzgebirgern seit jeher wichtig sind. Gestaltet wurde die Schau von Gerlinde Siegel und Sylvia Rodriguez Brito. Etwa 160 Exponate fanden ihren Platz, zur Verfügung gestellt von rund einem Dutzend Leihgebern.

Die Szene von der Geburt Jesu Christi im Stall zu Bethlehem ist eines der typischen Exponate, die in der Region zur Weihnachtszeit gehören. Daher konnten die beiden Mauersbergerinnen auch nicht auf Krippen verzichten. Ebenfalls typisch: die Räuchermännchen. Sie berichten vom erzgebirgischen Alltag und in vielen Motiven von der Naturverbundenheit der Menschen. Dazu zählen unter anderem das Buschweibel, der Pilzsammler und der Jäger. Längst gehören aber auch moderne Berufe zu den Motiven.

Wie schwer die Arbeit der Bergleute unter Tage war, lässt sich anhand eines Weihnachtsberges erahnen. Im unteren Teil schlagen sie das Erz aus dem dunklen Berg und fördern es ans Licht – ein weiteres wichtiges erzgebirgisches Motiv. Den Mundlöchern nachempfundene Schwibbögen sind aus diesem Grunde mit Kerzen oder modernen Lichtern ausgestattet. Der Bergbau ließ ganze Städte neu entstehen und teilweise prächtig wachsen. Auch das können sich Besucher der Schau erzählen lassen. Das größte Exponat stammt aus dem Privatbesitz von Jürgen Meyer. Drei Meter misst die von ihm gebaute Pyramide in der Höhe und passt so gerade noch in den Ausstellungsraum. Nussknacker sind ebenfalls zu sehen. Der größte ist etwa anderthalb Meter groß. Neben der allgemeinen Geschichte zur erzgebirgischen Weihnacht könnte jedes Exponat auch seine ganz eigene Geschichte erzählen. Wie ist es entstanden? Was hat es in den Stuben alles schon an schönen oder auch traurigen Begebenheiten erlebt? Welche Menschen hat es kommen und gehen sehen? Das wissen nur die Leihgeber selbst. „Ich würde mir wünschen, dass diese Geschichten in den Familien weitergegeben und nicht verloren gingen. Auf diese Weise würden die Figuren am besten in Ehren gehalten“, findet Gerlinde Siegel.

Geöffnet ist die Ausstellung bis Lichtmess, mittwochs bis sonntags von 12 bis 17 Uhr. An den Feiertagen sowie am 1. Januar lädt das Museum ab 13 Uhr zum Besuch ein. Nur am 13. Dezember sowie am Heiligabend und zu Silvester bleibt das Haus geschlossen.

 

 

Das Standesamt wechselt nach Mildenau

Ab dem 1. Januar 2019 ist die Gemeinde Mildenau für sämtliche standesamtliche Aufgaben für Großrückerswalde und seine Ortsteile zuständig. Diese werden aus dem Standesamtsbezirk Marienberg vollständig herausgelöst. Der bisherige Standesamtsbezirk Mildenau wird um Großrückerswalde erweitert.

Das Standesamt bearbeitet alle Angelegenheiten des Personenstandswesens. Dazu gehört die Anmeldung und, wenn gewünscht, die Durchführung der Eheschließungen im Mildenauer Trauzimmer. Die Trauungen sind während der Dienstzeiten und nach entsprechender Vereinbarung mit der Standesbeamtin auch außerhalb der Öffnungszeiten des Standesamtes möglich. Das gilt ebenso für Samstag. Eine Vorreservierung des Termins zur Eheschließung ist auch telefonisch möglich. Weitere Aufgaben bilden unter anderem Namensänderungen und nachträgliche Namenserklärungen, Vaterschaftsanerkennungen, Kirchenaustritte sowie die Beurkundung von Sterbefällen. 

Werden Urkunden aus in Marienberg vorgenommenen Beurkundungen benötigt, bleibt Marienberg nach wie vor zuständig. Zur Klärung der Zuständigkeit im Einzelfall gibt die Gemeindeverwaltung gerne vorab telefonisch Auskunft. Der Sitz des Standesamtes befindet sich in den Räumen des Rathauses Mildenau, Dorfstraße 95. Die Mitarbeiter des Standesamtes Mildenau sind wie folgt zu erreichen: Telefon: 03733/5655-10 oder -12, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Für persönliche Anfragen und Beratungen ist das Standesamt ab dem 3. Januar dienstags von 8 bis 12 und von 12.30 bis 18 Uhr, donnerstags von 8 bis 12 und von 12.30 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Das TLF ist 40

Ein treuer Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Großrückerswalde ist am 21. November 40 Jahre alt geworden. Das Tanklöschfahrzeug hatte allerdings die ersten 22 seiner Dienstjahre in Wedel bei Pinneberg in Schleswig-Holstein absolviert. Erst 2001 nahm es nach seiner Generalüberholung und Neulackierung seinen Dienst in Großrückerswalde auf. Bislang musste das Fahrzeug zu etwa 370 Einsätzen ausrücken. Nach wie vor ist es die Zuverlässigkeit in Person. Die genaue Typenbezeichnung des Mercedes-Benz lautet Tanklöschfahrzeug 16/25. Es verfügt über eine Gruppenkabine für insgesamt neun Einsatzkräfte, einen 2.500 Liter fassenden Löschwassertank, Allradantrieb und ein 190 PS starkes Dieseltriebwerk. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 12 Tonnen. Die Beladung des ist vorrangig für die Brandbekämpfung bestimmt. Zum Geburtstag des Fahrzeuges hatten es die Kameraden geschmückt und eine kleine Feierstunde abgehalten.

 

   

 

In Großrückerswalde regieren jetzt die Narren

In Großrückerswalde hat der GCV am Sonntag symbolisch die Amtsgeschäfte übernommen. Um 11.11 holten die Narren um den Präsidenten Markus Schaarschmidt den Schlüssel beim Kämmerer der Gemeinde Heiko Lutter ab. Gleichzeitig haben die Faschingsfreunde das Motto der aktuellen Saison bekannt gegeben. Das entführt die Besucher in die Manege. „Wir laden ein die ganze Welt zum GCV ins Zirkuszelt“, lautet das Motto im Wortlaut. Seit dem Frühling steht das Thema Fest. Im Herbst hat es der Vorstand in Versform gegossen. Jedes der über 100 Mitglieder kann seine Vorschläge für das Motto auf einer Liste eintragen. Auf diese Weise wächst sie seit dem ständig an. Zurzeit sind dort etwa 15 Themen zu finden. Die Faschingsveranstaltungen des GCV finden am 23. Februar und am 2. März jeweils ab 19 Uhr statt. Am 3. März ist ab 13.30 Uhr Familienfasching. Am 4. März lädt der Verein um 15 Uhr zum Kinderfasching und ab 20 Uhr zum Rosenmontagsfasching ein. Ort des Geschehens ist jeweils bei der Scheunenwirtin. www.gcv-1983.de

 

Netzwerker sind nach Großrückerswalde umgezogen

Großrückerswalde. Der Verein Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum (SLK) greift der Entwicklung abseits der großen Städte in verschiedenen Bereiche unter die Arme. Seit kurzem hat er ein Kontaktbüro in Großrückerswalde. Hier arbeiten Torsten Holzkamp und seine Mitarbeiterin Annegret Meier. Beide verstehen sich in erster Linie als Netzwerker. Im ländlichen Raum spüren sie Netzwerke auf und verknüpfen sie wiederum miteinander. So unterstützen sie die verschiedensten Projekte und Veranstaltungen im ländlichen Raum. Das ist die Hauptaufgabe des Vereins Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum. Finanziert und unterstützt wird er vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Ziel ist die Stärkung dieser Regionen. Vor kurzem hat der Verein mit Hauptsitz in Miltitz eines seiner drei Kontaktbüros von Mildenau nach Großrückerswalde verlegt. Die neuen Büros befinden sich im Multifunktionsgebäude nahe der Kirche. Die beiden Mitarbeiter gelten als Ansprechpartner für Vereine, Verbände, Institutionen und Interessengemeinschaften. Planen deren Mitstreiter Projekte zur Bereicherung des kulturellen Lebens oder der Förderung des Tourismus im ländlichen Raum, helfen die beiden mit. Gemeinsam reifen so Umsetzungsideen, entstehen Kontakte zu Experten, werden Fördermittel erschlossen und beantragt. Diese Hilfe ist für die Vereine, Verbände, Institutionen und Interessengemeinschaften kostenlos. Auf diese Weise standen sie bereits der Initiative Qualitätswanderwege in Sachsen zur Seite. Themenbereiche sind neben dem Tourismus und der Entwicklung des ländlichen Raumes bürgerschaftliches Engagement, Umwelt, Landwirtschaft, Ernährungsbildung und grenzüberschreitende Kooperationen. „Im Büro Großrückerswalde wird schwerpunktmäßig der Tourismus im ländlichen Raum unterstützt. Dazu digitalisieren und vernetzen wir Angebote der Naherholung sachsenweit zu thematisierten Tagesangeboten“, erklärte Torsten Holzkamp. Die Vermarktung erfolgt über den Landurlaub in Sachsen e.V. Dessen Geschäftsbesorgung erfolgt seit 2005 über das SLK. Den Wandertourismus interstützt der Verein mit dem Fachforum „Wander-Wege-Werkstatt“. Dabei handelt es sich um eine Plattform für den Erfahrungsaustausch für Wegewarte, Touristiker und Vertreter der Kommunen. Die grenzüberschreitenden Kontakte zu polnischen und tschechischen Partnern werden ebenfalls genutzt, um Impulse für die ländliche Entwicklung zu setzen. Ebenfalls wird vom Kontaktbüro in Großrückerwalde die Arbeit des Christlich Sozialen Bildungswerk Sachsen (CSB) unterstützt. Das schafft verschiedene Bildungsangebote für den ländlichen Raum. Dazu gehört unter anderem das Projekt, „Unsere Lebensmittel sind wertvoll.“ Das hält der CSB für alle Generationen bereit. Das CSB gilt außerdem als Träger für mehrere Kindergärten, Horte und Jugendtreffs, die in Ostsachsen angesiedelt sind. Die über die Jahre gewachsene Zusammenarbeit mit dem Verein Annaberger Land und weiteren Partnern der Region soll auch von Großrückerswalde aus weiter gepflegt werden, wie Torsten Holzkamp versicherte. www.slk-miltitz.de.

 

Sternwarte zur Kinderkrippe umgebaut

Großrückerswalde. Bereits seit Ende März tummeln sich Krippenkinder in der ehemaligen Sternwarte hinter der Evangelischen Oberschule in Großrückerswalde. Die Außenanlagen sind im Sommer zuletzt fertig geworden. Mittlerweile sprießt hier auch das erste Grün. Das haben der Evangelische Schulverein als Bauherr und die Gemeinde Großrückerswalde als Eigentümer des Gebäudes zum Anlass genommen, um den Umbau des ehemaligen Hortgebäudes zur Kinderkrippe für die Kindertagesstätte „Kunterbuntes Spatzennest“ am Mittwoch öffentlich zu präsentieren. „Hier sind für unsere Krippenkinder optimale Räumlichkeiten entstanden“, betonte die Leiterin der Einrichtung Jenny Hilbert. Einst als Baubaracke für die damalige Polytechnische Oberschule inklusive Sternwarte im Obergeschoss gebaut, hatte der untere Bereich in den zurückliegenden Jahren verschiedene Funktionen. Zuletzt war es längere Zeit ungenutzt. Dafür platzte der Krippenbereich des Kindergartens aus allen Nähten. Die ehemalige Sternwarte bot sich daher als neue Herberge geradezu an. Im Rahmen der Umbauarbeiten sind ganz moderne Räume für 15 Krippenkinder entstanden. Dazu zählen ein Schlafraum, ein Gruppenraum mit Fußbodenheizung, eine Garderobe, eine Küche, ein Raum für das Personal sowie ein krippengerechter Sanitärbereich mit Minitoiletten, Miniwaschbecken, Wickeltisch und Badewanne. Die Ausstattung ist komplett neu. Das gilt sowohl für die Tische und Stühle als auch für die Betten, Matten und die Kuschelecken. Die Spielgeräte für draußen und die großen Krippenwagen finden in einem neuen Holzanbau Platz. Der Außenbereich beherbergt in erster Linie den so genannten Zwergenspielplatz. Beim Spiel im Sandkasten, in der neuen Netzschaukel oder auf dem kombinierten Rutsch- und Klettergerät kommt bestimmt keine Langeweile auf. Für den Verkehr mit Bobby-Car und Co ist ein extra mit Fallschutzmatten ausgestatteter Bereich entstanden. Die Kosten für die Umbaumaßnahme belaufen sich auf etwa 185.000 Euro. Davon stellten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Landkreis Erzgebirgskreis aus dem Fördermittelprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2015 bis 2018“ über 138.000 Euro zur Verfügung. Geplant wurde die Maßnahme vom Planungsbüro Kreisinger-Teucher aus Arnsfeld. Mit der Umsetzung wurden ausschließlich regionale und größtenteils sogar ortsansässige Unternehmen beauftragt. (jag)

 

70 Schulranzen sind zum Abtransport bereit

Großrückerswalde. Seit Sommer hat die Evangelische Jugendallianz Großrückerswalde 70 Schulranzen gesammelt und gefüllt. Das ist ein neuer Rekord. Nun lagern sie in der Alten Fabrik und warten auf den Abtransport durch die Hilfsorganisation „Gain“. Jeder der Schulranzen ist gefüllt. Sie enthalten Hefte, Blöcke, Stifte, Hygieneartikel und vieles andere mehr, was Kinder für die Schule brauchen. Die Inhalte sind zum Teil wie die Ranzen selber direkt als Sachspende eingegangen. Außerdem kauft sie die Evangelische Jugendallianz hinzu. Finanziert wird das über Spenden. Initiiert hat die Aktion Maria Riehl. 2009 hatte sie einen Transport mit Schulranzen begleitet. "Das Glänzen in den Augen der Kinder habe ich bis heute nicht vergessen“, betonte sie. Wohin die Schulranzen gehen, richtet sich nach dem Bedarf, den „Gain“ ermittelt. Allerdings weiß Annett Seifert vom der Evangelischen Jugendallianz, dass sie häufig Lettland als Zielort haben. Hilfsgüter jeder Art einschließlich der Schulranzen und der damit verbundenen Sachspenden werden wieder am 14. November von 15 bis 18 Uhr, am 22. November von 9 bis 12 Uhr sowie am 26. November von 15 bis 18 Uhr in der Alten Fabrik in der Marienberger Straße 99 entgegen genommen. Weitere Termine können mit Annett Seifert unter 0152 09954022 vereinbart werden.

Der Niederschmiedeberger Hasenschlächter ist zurück

Niederschmiedeberg. Der Hasenschlächter ist zurück. Nach mehr als zehn Jahren Pause wird er sich ab dem Samstag vor dem ersten Advent wieder auf der Niederschmiedeberger Ortspyramide drehen. Mit dabei sind dann auch seine drei Begleiter von damals. Der Reisende, die Stollenfrau und der Christbaummauser bilden mit dem Hasenschlächter die ältesten Figuren des 1979 erstmals angeschobenen Bauwerks. Typisch erzgebirgisch sollten sie sein und zugleich als Motiv etwas Einzigartiges. Das war damals das Ansinnen der Schnitzer um den Initiator Gottfried Diedrich. Im Folgejahr wurde die Pyramide um zwei Ebenen erweitert. Weitere Figuren kamen hinzu. Beim Material waren die Schnitzer damals neue Wege gegangen. Einfacher als Holz zu bearbeiten und auch leichter zu haben war für sie Polyurethan-Schaum. Das Material kam im DKK beim Kühlschrankbau zum Einsatz. Im Laufe der Jahrzehnte hinterließ das raue Erzgebirgsklima seine Spuren an den Figuren. Außerdem fanden einige Betrachter den Hasenschlächter als zu brutal und Angst einflößend. „Wir haben uns daher 2006 entschieden, neue, traditionellere Figuren herzustellen“, erklärte der Vorsitzende des Schnitz- und Klöppelvereins Niederschmiedeberg Wolfgang Schönherr. Fortan drehte sich eine Bergkapelle auf dem unteren Teller. In jüngster Vergangenheit begannen die Niederschmiedeberger die alten Figuren zu vermissen. Das gilt auch und insbesondere für den Hasenschlächter. Deshalb hat sie der Verein restauriert und rechtzeitig vor dem Anschieben am 1. Dezember fertig gestellt. Zukünftig sollen alte und neue Figuren einander Jahr für Jahr abwechseln. Das Pyramidenanschieben beginnt um 14.30 Uhr. jag

 

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